Re­chen­schwä­che-​The­ra­pie

Nur eine gezielte Lernintervention vermag eine Dyskalkulie nachhaltig zu überwinden.
Rechenschwache Kinder benötigen individuelle Hilfe.
Ein normaler Schulunterricht wie auch klassischer Förder- oder Nachhilfeunterricht kann bei rechenschwachen Schülern nicht zum Erfolg führen, wenn standardisierte, auf eine Gruppe bezogene Verfahren zum Einsatz kommen und nicht an der individuellen Lernausgangslage angeknüpft wird.
Integrative Dyskalkulietherapie ist immer eine Individualförderung.
Die an unserem Institut von Fachkräften durchgeführte Lernintervention – für Grundschüler ebenso wie für Schüler weiterführender Schulen – berücksichtigt die spezifische Lernausgangslage des Schülers, indem sie kein einheitliches Programm anwendet, sondern in Form einer integrativen Lerntherapie ein individuelles Bedarfsprogramm von Maßnahmen erstellt. Je nach den individuell ausgeprägten Eigenarten und Störungen des Lernprozesses sowie der subjektiven Verarbeitung der Leistungsschwäche werden entsprechende Lehr- und Lernformen gewählt und aktuell variiert. Unsere Therapieform der Lernbegleitung ist hierfür deshalb die Einzel- und Doppeltherapie.
In der Mathematik bauen Lerninhalte sachlogisch streng aufeinander auf. Es muss daher abgesichert sein, dass der Schüler die Argumentation auch für kleinste Schritte nachvollzogen hat. Deshalb ist die zentrale Interventionsform der therapeutische Lerndialog mit dem Schüler. Diesen zu führen, ist die Aufgabe eines mathematisch und pädagogisch-psychologisch ausgebildeten Lerntherapeuten, der die Grundlagen der Mathematik individuell differenziert darlegen kann.
In der Regel benötigen rechenschwache Kinder die Hilfe von ausgebildeten Dyskalkulie-Therapeuten.
Eine in die Lerntherapie integrierte Verlaufsdiagnose sichert prozessbegleitend die Lernfortschritte, sodass durch angepasste Lernschritte systematisch die Defizite im Lernstoff aufgearbeitet werden können. Damit stiftet die Therapie von Beginn an ein begründetes und wachsendes Vertrauen der Schüler in ihr neu erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten.
Alle Mitglieder unseres Therapeutenteams durchlaufen eine 500 Stunden umfassende Zusatzqualifikation zum integrativen Dyskalkulietherapeuten. Die Inhalte der fachspezifischen Qualifikation richten sich nach dem von der EFH Bochum und dem Arbeitskreis des Zentrums für angewandte Lernforschung entwickelten Curriculum des weiterbildenden Studiums „Integrativer Dyskalkulietherapeut“. Unser Qualitätsmanagement entspricht den Grundsätzen vom Arbeitskreis des Zentrums für angewandte Lernforschung, die Details zur Mitarbeiter-Qualifikation finden Sie hier.
Was muss ei­ne Lern­the­ra­pie lei­sten?
Un­se­re Qua­li­täts­kri­te­ri­en für Dys­kal­ku­lie-​The­ra­pie vom AK Lern­for­schung (ex­ter­ne Ver­knüp­fung)
Ar­ti­kel im Ma­ga­zin Familienmagazin clic clac Oktober 2007 Okt. 2007:
Dr. Mi­cha­el Wehr­mann: Was ist ei­ne Re­chen­schwä­che-​The­ra­pie?  (PDF)